Ich bin mit meinem Blog zu wordpress.com umgezogen. Unter http://blogschinken.de erreicht ihr jetzt die neue Seite.
Wäre schön, wenn mir ein paar dorthin folgen würden.
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Twitgeridoo hat sich mal die Mühe gemacht hat und beim Bundestag angerufen und sich nach alternativen Mitzeichnungsmöglichkeiten nach dem Ablauf der Online-Mitzeichnungsfrist erkundigt:
Bis wann kann man die Petition offline unterzeichnen?
Während der gesamten Zeit, in der sie in parlamentarischer Prüfung ist. Das kann zwar manchmal ziemlich schnell gehen, dauert aber in der Regel mindestens einen Monat und oft sogar länger.Wie kann man Petitionen offline unterzeichnen?
Es ist kein offizielles Formular nötig, um eine Petition auf analoge Art und Weise zu unterstützen. Dazu genügt ein formloses Schreiben an den Bundestag, in dem man die zu unterstützende Petition, sowie Name, Anschrift & Geburtsdatum nennt und das Ganze mit seiner eigenhändigen Unterschrift bestätigt. Solange leserlich geschrieben, kann man den Brief auch handschriftlich anfertigen.
Diese Methode eignet sich besonders für Einzelpersonen, die noch nach Ablauf der heute endenden Frist, ihre Unterschrift abgeben möchten.Wie wir die benötigten 50.000 Mitzeichner erreichen können:
Viel effektiver ist es jedoch, die Unterstützerunterschriften in einer Liste zu sammeln!Dazu hat mir der nette Herr vom Petitionsausschuss auch geraten, da nummerierte Unterschriftenlisten dem Bundestag enorm viel Arbeit abnehmen.
Beispiel: Unterschriftenliste – ELENA-Petition
Gerade habe ich via Twitter die Diskussion um die Kooperation zwischen Schulen und der Bundeswehr mitbekommen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich da ein CDU Beißreflex etabliert hat, der eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema massiv erschwert.
In der Kooperationsvereinbarung heißt es:
Auf dieser Grundlage vereinbaren wir:
- eine Intensivierung der Zusammenarbeit im Rahmen der politischen Bildung im
Bereich der Sicherheitspolitik entsprechend den Vorgaben der Verfassung, des
Schulgesetzes des Landes Baden-Württemberg und der Verwaltungsvorschrift
des Kultusministeriums „Leitlinien der Fortbildung und Beratung an Schulen“ vom
26. Mai 2006.
- die Möglichkeit der Einbindung der Jugendoffiziere in die Aus- und Fortbildung
von Referendarinnen und Referendaren sowie von Lehrkräften.
- die Möglichkeit der Teilnahme von Lehrkräften und Bediensteten des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport und der Regierungspräsidien bei Aus-, Fort- und Weiterbildungen im Rahmen von Seminaren zur Sicherheitspolitik der Bundeswehr und von Besuchen ihrer Einrichtungen.
- [...]
Was die Einbindung von Bundeswehroffizieren in die Ausbildung von Lehrkräften betrifft bin ich auch eher skeptisch, hier sehe ich die Möglichkeit massiver Einflussnahme seitens der Bundeswehr, die man meiner Meinung nach vermeiden sollte.
Was aber den ersten und aus meiner Sicht wichtigsten Punkt angeht habe ich damit keine Probleme. Der Sozialkundeunterricht soll ja die Schülerinnen und Schüler zu einem mündigen Umgang mit der gesellschaftlichen und politischen Realität erziehen. Die Existenz der Bundeswehr ist einmal gesellschaftliche Realität und der Sinn oder Unsinn ihrer Existenz muss ein Thema des gesellschaftlichen Diskurses sein. Indem man die Bundeswehr aus den Klassenzimmern und Unterrichtsgesprächen verbannt betreibt man nichts weniger als Zensur, weil man den SchülerInnen nicht zutraut sich kritisch mit der Institution Bundeswehr auseinanderzusetzen. Und zwar exakt die gleiche Zensur, die man auf anderen Ebenen so massiv bekämpft.
Jetzt werden einige sagen, “um über die Bundeswehr zu reden braucht man keine Soldaten einzuladen”. Das ist natürlich richtig, dennoch ist es eine sehr gute Möglichkeit um die Schüler zu motivieren, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und um überhaupt erst ein Gespräch in Gang zu bringen. Außerdem erhält man Informationen aus erster Hand, die, im Falle von Soldaten, die in Afgahnistan stationiert waren, auch nicht unbedingt pro Bundeswehr ausfallen müssen.
Darüber hinaus ist das Thema Bundeswehr an sich gesellschaftlich kontrovers und fällt damit in den Geltungsbereich des Beutelsbacher Konsenses, der Teil des Berufsethos des Sozialkundelehrers ist und in seinem Kontroversitätsgebot besagt:
[...]
2. Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen.
[...]
Und damit ist der Lehrende dazu verpflichtet das Thema Bundeswehr kontrovers darzustellen, was er in einer Vor- und Nachbereitung eines eventuellen Besuchs eines Bundeswehrangehörigen auch tun wird.
Die Auseinandersetzung mit der Bundeswehr und der Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik ist unbedingt Teil des Sozialkundeunterrichts und muss es auch bleiben. Die Kooperationsvereinbarung bietet der Lehrkraft eine Möglichkeit den Unterricht lebendig zu gestalten.
Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte sollten außerhalb des Einflussbereichs der Bundeswehr bleiben, die Sinnhaftigkeit, die sich hinter diesem Punkt verbergen soll erschließt sich mir nicht.

Politisch korrekte Atommüllentsorgung
Die Atomlobby hat auch in den Vereinigten Staaten wieder zugeschlagen. Der große Messias und Kriegsnobelpreisträger Barack Obama ließ verkünden, dass er der Atomindustrie über 8000000000 Dollar, das sind 8 Milliarden – die Nullen nur um die Dimensionen mal klar zu stellen – vorschießt, damit die neue Kernkraftwerke bauen kann.
Um unseren wachsenden Energiebedarf zu decken und den schlimmsten Folgen des Klimawandels vorzubeugen, müssen wir unser Angebot an Nuklearenergie vergrößern, so einfach ist das.
Genau Obama, so einfach ist das. Fast so einfach wie die Endlagerung der hochradioaktiven Endprodukte, die aus den schönen neuen Atomkraftwerken hinten raus kommen. Ihr könntet sie natürlich auch einfach in ein Salzbergwerk kippen und warten bis das ganze radioaktive Zeug ins Grundwasser gesickert ist. Da ist es dann nicht mehr das Problem der Atomindustrie sondern das von deinem Nach-Nach-Nachfolger. Da fallen dann aber nochmal 3-4 Milliarden an um das ganze Ding wieder publikumswirksam leerzuräumen, das solltet ihr für den Haushalt 2064 schon mal fest einplanen. Vielleicht fangt ihr einfach die 10 Jahre vorher ausnahmsweise keine Kriege an, dann zahlt ihr das doch aus der Portokasse.

Walter Mixa, Bischof von Augsburg
Der Bischof der Diözese Augsburg, der ich leider immer noch angehöre, hat mal wieder einen Kracher losgelassen. In einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen hat er die sexuelle Revolution für die unverhältnismäßig vielen sexuellen Übergriffe katholischer Priester verantwortlich gemacht.
Damit wurde einmal mehr gezeigt, dass katholische Priester, Bischöfe, Päpste und Götter absolut keinen Bezug zu Sexualität in irgendeiner Art haben. Denn ein offener Umgang mit der eigenen Sexualität, sowie mit der von anderen scheint mir eher den Missbrauch zu hemmen. Ein Mensch, der sich seiner Sexualität bewusst ist, kann sich viel besser in seinen Partner einfühlen, er ist sich seiner Vorlieben bewusst und kann aktiv daran mitwirken sie in einem Rahmen auszuüben, der weder ihm noch irgendjemandem anderst Schaden zufügt.
Die sexuelle Unterdrückung hingegen, die die katholische Kirche seit Jahrtausenden praktiziert fördert geradezu emotionale und sexuelle Ausbrüche, die sich nicht selten in spontanen, impulsiven Übergriffen auf die manifestieren, die gerade in der Nähe sind. Nämlich junge männliche Meßdiener. Und schon ist ein Klischee geboren, welches sich bis heute hält; und keineswegs zu Unrecht.
Die Kirchen täten gut daran ihre Praxis der Unterdrückung gegen einen offenen Umgang mit der menschlichen Sexualität zu tauschen, und nicht weiter an der überkommenen Doktrin des Zölibats und der Enthaltsamkeit festzuhalten, welche zum einen völlig sinnlos ist und deren Auswüchse zum anderen hilflose und unschuldige Kinder ihr Leben lang zeichnen.
Darüber hinaus täten die Kirchen auch gut daran, ihren bescheuerten Glauben an eine übernatürliche Wesenheit, die sich für die Geschicke eines einzelnen belanglosen Menschen interessiert, zu begraben. Aber das ist ein anderes Thema….
Interessant an dieser Stelle ist jedoch, dass laut dem Guardian bereits 1962 der damalige Papst Johannes XXIII einen geheimen Rundbrief an alle Bischöfe weltweit verschickt hat, in dem er dazu auffordert Fälle von sexuellem Missbrauch nach Möglichkeit unter den Teppich zu kehren. Der betreffende Priester kann ja zu Zwecken der Diskretion woanderst hinversetzt werden, den Betroffenen ist auf jeden Fall ein Gelübde abzunehmen, das sie zum Stillschweigen über die Vorfälle verpflichtet.
Und das was in diesem Dokument steht ist genau das was passiert ist: Die Opfer haben sich beschwert, die Ordensleitung hat dichtgehalten und das betreffende “pädagogische” Personal ist an andere Schulen versetzt worden. Das mit dem Schweigegelübde scheint nicht geklappt zu haben.
2001 hat “Benedetto” nochmal betont, dass diese Anweisung natürlich weiterhin gilt.
Bild: Dr. Christoph Goldt CC-BY-SA